In dieser Folge sprechen wir mit Steffi Birk über ein Thema, das recht komplex und doch so logisch ist: die Verbindung zwischen Körper und Psyche. Steffi bringt viel Erfahrung mit: als Pferdekommunikationswissenschaftlerin, jahrelanger Arbeit als Verhaltenstrainerin, Pferdebesitzerin aber auch aus dem Bereich Osteopathie und Faszientraining. Ihr ist klar geworden: Verhaltensprobleme und körperliche Auffälligkeiten lassen sich selten trennen. Häufig hängt beides zusammen und genau das ist oft der Schlüssel zur Veränderung.
Wenn Verhalten körperliche Ursachen hat
Ob Stillstand beim Verladetraining, die Verweigerung anzutraben, Bocken unterm Reiter oder plötzliche Probleme beim Hufe geben all das kann körperliche Ursachen haben.
Steffi erzählt in der Folge auch von ihrem eigenen Pferd Komet, der sie auf diesem Weg sehr geprägt hat. Davon erzählt sie auch in unserem Adventskalender. Erst hat er sie zu ihrem Studium und zum Verhaltenstraining gebracht, später zu Ausbildung zur Osteopathin und Faszientherapeutin. Viele seiner Reaktionen betrachtete sie damals nur auf der Verhaltensebene. Heute weiß sie: Ein Teil dieses Verhaltens war Ausdruck von körperlichem Unwohlsein. Rückblickend hat gerade Komet sie gelehrt, wie wichtig es ist, Verhalten nicht isoliert zu betrachten, sondern immer auch den Körper und das Nervensystem mitzudenken.
Steffis Tipps
Was also tun? Steffi gibt viele konkrete Tipps, die sich auch ohne Spezialwissen in den Alltag einbauen lassen. Doch zu Beginn: Beobachte dein Pferd! Welche kleinen Veränderungen im Alltag fallen dir auf? Und was sind eigentlich seine Bedürfnisse? Außerdem bringt sie folgende Ideen mit:
- Abwechslungsreiche Reize schaffen, z. B. klettern im Gelände, um den Körper und das Gehirn gemeinsam herauszufordern
- Balanceübungen auf instabilem Untergrund – Handtücher, Balance Pads oder eine einfache Unebenheit können reichen, um neue Reize zu setzen
- Faszientools wie Igelbälle: sanft über den Körper geführt, regen sie das Nervensystem an und fördern die Körperwahrnehmung
- Den individuellen Typ beachten: Ist das Pferd eher mobil oder eher stabil? Daraus ergeben sich unterschiedliche Trainingsimpulse
Diese scheinbar kleinen Impulse fördern nicht nur Beweglichkeit – sie stabilisieren auch psychisch, weil sie dem Körper Sicherheit geben.
Körperarbeit beginnt bei uns selbst
Was wir nicht vergessen dürfen: Auch unser eigener Zustand spielt eine Rolle.
Steffi empfiehlt, sich vor jeder Einheit selbst kurz zu spüren: Wie atme ich gerade? Bin ich ruhig? Denn Anspannung überträgt sich. Nicht bewusst, aber spürbar, erst recht für das Pferd.
Eine ihrer Lieblingsmethoden ist der Zustand des sogenannten Neutral Null (nach Sharon Wilsie): Ein Zustand, in dem Körper und Geist zur Ruhe kommen. Pferde suchen diesen Zustand ständig – wir Menschen haben es oft verlernt.
Wenn du mehr darüber erfahren willst, wie Körper und Psyche miteinander zusammenhängen, bei deinem Pferd und bei dir, hör unbedingt in diese Folge rein!
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